Während die EU hohe Investitionen in grenzüberschreitende und leistungsfähige Schienengüterverkehrs­korridore tätigt, wird demgegenüber die nationale Infrastruktur in der Fläche sukzessive zurückgebaut. Damit ist in vielen Regionen die verladene Industrie vom überregionalen Schienennetz abgekoppelt. Das EU-Projekt REIF (REgional Infrastructure for railway Freight transport – revitalized) zielt daher darauf ab, die Schieneninfrastruktur in ausgewählten europäischen Regionen neu zu bewerten und Prozesswissen zur Reaktivierung von stillgelegten Güterverkehrsstrecken zwischen den beteiligten Regionen auszutauschen.

Das ÖIR identifizierte u.a. die bestehenden und künftigen Engpässe in der steirischen Schieneninfrastruktur und analysierte die künftigen Marktpotenziale für den Schienengüterverkehr in der Steiermark. Ein beson­deres Augenmerk lag dabei auf den Transportpotenzialen der Weizer Bahn, die mittels statistischer Analy­sen und Unternehmensbefragungen in der Region erhoben wurden.

Weiters wurden – gemeinsam mit steirischen Stakeholdern –prioritäre Maßnahmen zur Verbesserung der Schieneninfrastruktur festgelegt und eine „Road map“ erstellt. Dieser operative Plan beschreibt die not­wendigen Schritte zur Umsetzung der prioritären Schienengüterverkehrsprojekte der Steiermark. Letztend­lich sind die Studienergebnisse von REIF auch in den Masterplan Güterverkehr Steiermark eingeflossen.

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Steckbrief

Zeitraum: 2020
 - 2022
Auftraggeber: Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Abteilung 16, Verkehr und Landeshochbau
Methoden: Verkehrsprognose, Dokumentenanalyse, Expert:innengespräche, SWOT-Analyse, Statistische Analysen, Gebrauchsgrafik

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