Im Projekt „Fit4NEB_Linz“ wurde untersucht, wie sich die Prinzipien des New European Bauhaus (NEB) – Nachhaltigkeit, Ästhetik und Inklusion – auf ein konkretes Stadtentwicklungsgebiet in Linz übertragen lassen. Im Mittelpunkt stand das Quartier Sommerfeld Ebelsberg, eines der größten Stadtentwicklungsgebiete Oberösterreichs mit rund 33 Hektar Fläche und einer geplanten Kapazität von bis zu 6.000 Einwohner:innen und 2.000 – 3.000 Arbeitsplätzen. Ziel war es, die europäischen NEB-Prinzipien in konkrete Instrumente für Planung und Umsetzung zu übersetzen und eine Basis zu schaffen, die die Teilnahme an NEB-relevanten Ausschreibungen erleichtert.

Das Projektteam entwickelte ein integriertes Qualitätshandbuch als zentrales Steuerungsinstrument. Dieses umfasst drei wesentliche Bausteine:
- den Baufeldkatalog, der die städtebaulichen, ökologischen und sozialen Qualitäten der einzelnen Baufelder beschreibt,
- einen Vorschlag für ein Qualitätssicherungsverfahren, das als Governance-Rahmen die kontinuierliche Umsetzung der NEB-Prinzipien sicherstellen soll,
- einen Förderkatalog mit Projektfiches, der innovative Umsetzungsprojekte – etwa zu Biodiversität, Holzbau oder Plus-Energie-Konzepten – mit passenden Förderinstrumenten verknüpft.
Der partizipative Prozess umfasste Workshops, Strategietreffen und Visionsformate mit Stadt, Bauträgern und Expert:innen. Das Qualitätshandbuch wird als „Living Paper“ fortgeschrieben und begleitet die Umsetzung des Quartiers in den kommenden Jahren. Fit4NEB_Linz wurde im Rahmen der Mission „Klimaneutrale Stadt“ des BMK gefördert.




