Das Zentrale-Orte-Konzept ist ein Instrument der Raumordnung, um die Versorgung der Bevölkerung mit Angeboten und Diensten der Daseinsvorsorge zu optimieren. In zentralen Orten sind Verwaltungs-, Dienst­leistungs-, Verkehrs-, Kultur-, Bildungs- und Wirtschaftsfunktionen für deren Umland konzentriert. Im Idealfall sind die zentralen Orte so verteilt, dass die überörtlichen Versorgungseinrichtungen für die Bevöl­kerung in einer zumutbaren Entfernung liegen, Verflechtungsbereiche mit deren Umland entstehen sowie leistungsfähige Wirtschaftsstandorte erhalten und entwickelt werden können.

Bevölkerungsprognose Kärnten bis 2050; © ÖIR GmbH

Das ÖIR hat mithilfe von Daten aus dem KAGIS-Geoinformationssystem die Zentrale-Orte-Einstufung aus dem Jahr 2013 evaluiert und eine Neueinstufung der zentralen Orte für Kärnten vorgenommen. Das Kon­zept weist vier Kategorien zentraler Orte aus: Oberzentren (Klagenfurt und Villach), Mittelzentren (Bezirks­hauptstädte), Unterzentren sowie regionale Versorgungsknoten. Ebenso zeigt die Studie – auf Grundlage der Bevölkerungsprognose für Kärntner Gemeinden bis 2050 – die Herausforderungen für die Versorgung der Gemeinden und Talschaften mit zentralen Einrichtungen und Diensten auf: absehbare Versorgungs­defizite an zentralen Diensten in wachsenden Regionen sowie Aufrechterhaltung der vorhandenen zentra­len Einrichtungen in Regionen mit abnehmender Bevölkerungsentwicklung.

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Steckbrief

Zeitraum: 2019
 - 2021
Auftraggeber: Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 3 – Gemeinden und Raumordnung
Methoden: Entwicklung Indikatoren, GIS-Analysen, Kartendarstellungen

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