Das ÖIR bearbeitet derzeit gemeinsam mit complan Kommunalberatung ein Konzept zur Zielerreichungskontrolle für die Städtebauförderung in Deutschland. Auftraggeber ist das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Nun wurde das ÖIR-Team – Ursula Mollay, Erich Dallhammer, Chien-Hui Hsiung und Arndt Münch – ergänzend mit der Ausarbeitung eines Detailkonzepts für die pilothafte Anwendung des Differenz-in-Differenz-Ansatzes beauftragt.

Mithilfe dieser ökonometrischen Methode können Effekte einer Maßnahme näherungsweise gemessen werden. Am Beispiel der Städtebauförderung wird die Entwicklung der geförderten Gebiete mit – möglichst ähnlichen – nicht geförderten Vergleichsgebieten im Zeitraum zwischen vor und nach der Förderung verglichen. Die Differenz der Veränderung zwischen den beiden Gebietsgruppen lässt auf Wirkungen der Förderung schließen.

Die Anwendung dieses Ansatzes für die Entwicklung von Stadtgebieten ist innovativ, aufgrund der komplexen Einflussfaktoren auf die städtische Entwicklung aber auch sehr herausfordernd. Ziel des Ergänzungsauftrages ist es zu klären, inwieweit diese Methodik – auf Basis der für Deutschland kleinräumig zur Verfügung stehenden Daten – für die Städtebauförderung eingesetzt werden könnte. Wir freuen uns über die besondere Herausforderung durch diese spannende Forschungsfrage.

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