Große Projekte beeinflussen die Entwicklung von Gemeinden und Regionen. Daher ist es wichtig, deren mögliche positive und negative Auswirkungen vorab zu erkennen. Darauf aufbauend können Maßnahmen zur besseren räumlichen Einbettung solcher Projekte entwickelt werden.
Am 3. April 2025 diskutierten am ÖIR sowie online rund 50 Fachleute in einem Werkstattgespräch über drei Arbeiten des ÖIR, die sich mit den räumlichen Auswirkungen von Großprojekten beschäftigt haben:
Erich Dallhammer und Stephanie Kirchmayr-Novak präsentierten eine Studie im Auftrag des Landes Kärnten, in der die Raumverträglichkeit eines Thermenprojekts am Klopeiner See analysiert wurde. Mit diesem Thermenprojekt könnte es gelingen, den Ganzjahrestourismus in der Region zu stärken. Gemeinsam mit LWK und Karl Reiner (ÖAR) wurden die Voraussetzungen für ein solches Großprojekt untersucht, welche Wirkungen eine Therme für die Region entfalten könnte und was es dazu braucht.
Christof Schremmer und Stephanie Kirchmayr-Novak stellten die Evaluierung der geplanten Bodensee Schnellstraße S 18 vor. Diese neue Verbindung zwischen der Rheintal Autobahn A14 und der Schweizer Autobahn A13 in St. Gallen soll die Verkehrssituation verbessern. Auf Basis eines Entschließungsantrages des Nationalrates evaluierte das ÖIR gemeinsam mit Planoptimo und pulswerk im Auftrag der ASFINAG die räumlichen Wirkungen unterschiedlicher Straßenvarianten.
Raffael Koscher und Cristian Andronic zeigten in ihrem Vortrag die Entwicklung der strategischen Planung von Windkraftstandorten im Burgenland seit dem Jahr 2002 auf. Das ÖIR begleitet das Land – gemeinsam mit Land in Sicht und weiteren Experten – bei der Zonierung u.a. mittels strategischer Umweltprüfungen (SUP). Ein wesentlicher Baustein ist die Überprüfung der Wirkung auf Orts- und Landschaftsbild mit Hilfe von GIS-basierten Visualisierungen. Die Referenten gaben einen Einblick in das technische Modell und präsentierten anschauliche Beispiele für Visualisierungen.




