Städte sind Vorreiter einer nachhaltigen räumlichen Entwicklung – sie setzen auf flächensparende urbane Nutzungen, durchmischte und lebendige Quartiere sowie baukulturelle Aspekte und benötigen dazu die passenden Finanzierungsinstrumente.
Am 4. Dezember 2025 diskutierten am ÖIR sowie online rund 30 Fachleute in einem Werkstattgespräch über drei Arbeiten des ÖIR, die sich mit aktuellen Themen der Stadtentwicklung – Flächennutzung, Baukultur und Finanzierung – beschäftigt haben:
Joanne Tordy und Christof Christof Schremmer präsentierten die Studie „Urbane Mischnutzung als Baustein der künftigen Stadtentwicklung Salzburgs“. Da eine Mischnutzung aus Wohnen und Arbeiten aufgrund knapper Flächen und hoher Grundstückspreise für die Stadt Salzburg eine wichtige Strategie zur effizienteren Flächennutzung ist, hat das ÖIR in dieser Arbeit passende Mischnutzungstypen identifiziert, standörtliche Eignungsvoraussetzungen, wirtschaftliche und baulich-funktionelle Aspekte analysiert sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Umsetzung erarbeitet. (Präsentation)
Christof Schremmer und Joanne Tordy stellten die Ergebnisse des Projekts „Sommerfeld Ebelsberg – NEB-Quartiersentwicklung“ vor. In diesem FFG-geförderten Projekt arbeitete das ÖIR – gemeinsam mit der Stadt Linz – daran, die Grundprinzipien des New European Bauhaus – nachhaltig, ästhetisch, partizipativ – für das Quartier Sommerfeld Ebelsberg regional angepasst zu übersetzen und zu operationalisieren. Im Zuge dieses größten Stadterweiterungsprojekts in der Geschichte von Linz wird eine nachhaltige, funktional und sozial durchmischte, lebendige Stadtteilentwicklung angestrebt – mit Wohnungen für 5.000 bis 6.000 Personen sowie Büros, Gewerbe und Geschäften mit 2.000 bis 3.000 Beschäftigten. (Präsentation)
Ursula Mollay präsentierte die im Rahmen der Smart Cities Initiative des österreichischen Klima- und Energiefonds erstellte Studie „FIKUS – Finanzierungs-Instrumente für Kleinere Und mittlere Städte“. Da kleinere und mittlere Städte – im Vergleich zu Großstädten – die Transformation zu klimaneutralen Städten mit noch stärker limitierten finanziellen und personellen Ressourcen stemmen müssen, gibt diese Arbeit einen Überblick über Finanzierungsmöglichkeiten auf nationaler und internationaler Ebene, die zur Umsetzung nachhaltiger Stadtentwicklungsprojekte genutzt werden können. (Präsentation)




