Potenzial- und Umfeldanalyse Nördliche Lavanttalbahn

Die nördliche Lavanttalbahn zwischen Zeltweg und Wolfsberg ist 50,6 km lang, eingleisig und nicht elektrifiziert. Zwischen Zeltweg und Wolfsberg wird derzeit nur noch Güterverkehr abgewickelt, der Schienenpersonenverkehr wurde in mehreren Schritten bis zum Jahr 2017 in diesem Abschnitt vollständig eingestellt. Es sind zahlreiche Anschlussbahnen, Ladegleise und Ladestellen für den Güterverkehr vor-handen. Mit der Errichtung der Koralmbahn, die die direkte Verbindung des Steirischen Zentralraums mit dem Kärntner Zentralraum ermöglicht, sind weitreichende Auswirkungen auf die Eisenbahninfrastruktur und den Betriebsablauf in Kärnten verbunden. Die Lavanttalbahn wird direkt an die Koralmbahn angebunden und bis Wolfsberg elektrifiziert.

© Thomas Rehsmann
Die ÖBB Infrastruktur AG hat das ÖIR beauftragt, zu untersuchen, welche Infrastruktur künftig für die marktgerechte Gestaltung des Güterverkehrs auf der nördlichen Lavanttalbahn erforderlich ist.
Dafür wurde eine umfassende Analyse räumlicher, regionalstatistischer und wirtschaftlicher Parameter vorgenommen, ergänzt durch eine Analyse der relationalen Verkehrsstatistik. Eine Unternehmensbefragung der verladenden Wirtschaft lieferte aktuelle Aufkommenszahlen, die auch nach Güterart und Transportrelation differenzierbar sind.
Die Zusammenschau aller erarbeiteten Ergebnisse umfasst die Verlagerungspotenziale von der Straße auf die Schiene (inkl. des CO2-Reduktionspotenzials), sowie Schlussfolgerungen und Empfehlungen.

Leistungszeitraum: 2018

Bearbeitung: Gerald Kovacic; Reinhold Deußner

Auftraggeber: ÖBB Infrastruktur AG

Download: Projektbeschreibung