Regionalpolitik und Klimawandel in Europäischen Überseegebieten

In Kooperation mit dem Institut für Meteorologie der Universität für Bodenkultur (Prof. Kromp- Kolb) wurde eine genaue Analyse der Wirkungen des Klimawandels auf die EU-Überseegebiete (das sind die Kanarischen Inseln, Réunion, Guadeloupe, Martinique, die Azoren, Madeira und Französisch Guyana) erstellt und den Maßnahmen, welche über EU-kofinanzierte Programme (Kohäsionsfonds) in diese Regionen fließen und dem Klimawandel entgegenwirken, gegenübergestellt.

Das Ziel der Studie war, den Fokus auf die möglichen zukünftigen Bedrohungen durch den Klimawandel in den Überseegebieten zu richten und die Rolle der Regionalpolitik in diesem Kontext zu beleuchten. Das Ergebnis war ernüchternd in dem Sinne, dass nach wie vor Massentourismus und landwirtschaftliche Intensivproduktion als Hauptadressaten der EU Förderungen zu Buche schlagen und Klimawandel (im Sinne von erhöhtem CO2-Ausstoß) aktiv fördern. Gegenmaßnahmen (im Sinne von Produktion erneuerbarer Energie, sanftem Tourismus und Naturschutz) werden jedoch relativ schwach unterstützt. Die Studie wurde im Herbst 2011 im Rahmen des Ausschusses zur Regionalpolitik den EU Parlamentariern vorgelegt und diskutiert.

Bearbeitung: Bernd Schuh, Pia Kaiser, Jiannis Kaucic, Joanne Tordy

Partner: Universität für Bodenkultur

Auftraggeber: Europäisches Parlament, Ausschuss für regionale Entwicklung

Leistungszeitraum: 2011

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