Infrastrukturkosten der Siedlungserweiterung

In den letzten Jahren wurde die Erschließung der Siedlungsgebiete durch die technische Infrastruktur (Abwasserkanal, Wasserleitung, etc.) auch in Streusiedlungsbereichen in der Steiermark vorangetrieben, sodass nunmehr auch viele Siedlungssplitter abseits der regionalen und örtlichen Siedlungsschwerpunkte über Straßen-, Wasser- und Kanalanschluss verfügen. Damit ist der Ausbau dieser Infrastruktur in vielen Gemeinden weitgehend abgeschlossen. Gleichzeitig wurde auch ein Netz mobiler sozialer Dienste (Schulbusse, Pflegedienste) aufgebaut.

Mit der nunmehr fast flächendeckenden Verfügbarkeit der technischen und sozialen Infrastruktur stellt sich die Thematik der Infrastrukturkosten neu: Für die Gemeinden stehen nicht mehr die Investitionen in deren Erweiterung im Vordergrund, sondern die Kosten des Betriebs und der Erhaltung und Erneuerung. Die Frage, wo Siedlungserweiterung und Neubau stattfinden sollen und welche Kosten für die dazu erforderliche Infrastruktur zu bedenken sind, ist damit neu zu stellen.

In der Studie „Infrastrukturkosten der Siedlungserweiterung bei bestehenden Leitungsnetzen“ wird anhand von Beispielsgemeinden untersucht, wie hoch die Infrastrukturkosten für eine zusätzliche Wohneinheit in unterschiedlichen räumlichen Situationen (Lage im Ortskern, Lage im Streusiedlungsgebiet, etc.) sind und in wie fern hier Unterschiede festzustellen sind. Ergänzend dazu werden die Finanzierungsmechanismen dargestellt, um die Kosten der objektbezogenen Infrastrukturkosten den Erlösen aus Beiträgen der EndnutzerInnen sowie aus anderen Finanzierungsquellen gegenüber zu stellen.

Bearbeitung: Erich Dallhammer, Ursula Mollay

Auftraggeber: Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Fachabteilung 13B

Leistungszeitraum: 2007-2008

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