Baulandangebotseffekte in peripheren Gemeinden

Der ländliche Raum ist zunehmend von Bevölkerungsstagnation und Abwanderungsprozessen betroffen. Eine maßgebliche Bevölkerungsgruppe sind jüngere Personen in Phasen der Ausbildung und der Familiengründung, die sich im Zuge der eigenen Hausstandsgründung oftmals für einen neuen Wohnstandort in der Heimatgemeinde oder in einer anderen Gemeinde entscheiden können (oder müssen). Um diese Wahl zugunsten der eigenen Gemeinde zu beeinflussen, versuchen insbesondere periphere Gemeinden oftmals über großzügige Baulandausweisungen die Standortwahl für sich zu beeinflussen.

Die Studie „Baulandangebotseffekte in peripheren Gemeinden“ untersucht anhand von quantitativen Analysen, Literaturrecherche und zusätzlicher Detailuntersuchung einzelner Teilregionen der Steiermark, wie hoch der Einfluss des zur Verfügung stehenden Baulandpotenzials (auf Basis des ausgewiesenen Wohnbaulandes pro Kopf) auf die Entscheidung Wohnungssuchender eingeschätzt werden kann, und im Spannungsfeld welcher weiterer Faktoren diese Entscheidung getroffen wird.

Darüber hinaus werden Wanderungsströme zwischen Steirischen Bezirken und Bezirken in angrenzenden Bundesländern (Salzburg, Kärnten, Burgenland, Niederösterreich) quantitativ dargestellt sowie die diesbezügliche rechtliche Situation und die Ausweisungspraxis in anderen Bundesländern Österreichs beleuchtet.

Bearbeitung: Erich Dallhammer, Ursula Mollay

Auftraggeber: Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Fachabteilung 13B

Leistungszeitraum: 2008-2009

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